TEE GESCHICHTE
Das Wort TEE ist eines der wenigen [vielleicht das einzige] Wort, das ursprünglich aus dem Chinesischen stammt und heute in fast allen Sprachen der Welt vorkommt, leicht variiert natürlich.
Das chinesische Schriftzeichen Te für Tee bezeichnet eher die Pflanze, als das Getränk. Es enthält das Zeichen für Baum und ähnelt dem Zeichen für Distel. Der holländische thee, der französische thé, italienische und der deutsche Name Tee [bis 1906 auch hierzulande noch Thee] sind aus dem südchinesischen Schriftzeichen Te [links] abgeleitet [früher wurde der Tee über den Seeweg aus Südchina nach Europa geliefert], während die nordchinesische Bezeichnung Chá [Mandarin: Tscha] die Grundlage für die Tee-Namen in Indien [Chai], Russland, der Türkei und im arabischen Raum [Tschai], die ursprünglich nordchinesischen Tee auf dem Landweg erhielten.
UrsprungBereits vor 2700 v. Chr. [also vor ca. 5000 Jahren] wird der Teebaum in China beschrieben [zuerst meist als Grüntee, später erst als Schwarztee benutzt]. Erst 500 n. Chr. bringen ihn Mönche auch nach Japan, das ja heute bei vielen Menschen als Inbegriff des Tees steht.
Tee in EuropaEtwa um 1600 gelangt schwarzer Tee durch die berühmte holländische Ostindien-Compagnie nach Europa. Danach gründeten die Engländer ihre eigene British East India Company und hatten so viele Jahre das Teemonopol. [Die Bezeichnung "Orange" in manchen Teeblattnamen stammt vom holländischen "Oranje" für königlich; siehe Teelexikon.]
Tee in Indien und Ceylon1836 wurden Teepflanzen ins damalige Bengalen [heute Indien] geschmuggelt und 4 Jahre später der erste Tee geerntet. Darjeeling-Tee aus Indien ist heute eine begehrte Teesorte. Nach Vernichtung der Kaffeeplantagen auf der Insel Ceylon [heute Sri Lanka] durch den Kaffeerost [schädlicher Pilz] stellten die Briten 1876 die Insel auf Teeanbau um. Auch heute nennt man die Tees von hier meist Ceylon-Tee.
ÜbrigensDer teuerste Grüntee der Welt kommt aus China. Man muss bis zu unglaublichen 25.000 € pro Pfund für die erste Frühjahrsernte berappen. Der Tassenpreis läge so bei ca. 350 €. [Spartipp: Die Herbsternte bringt es nur auf "lumpige" 8.000 Euro pro 500 g, zwischenzeitliche Ernten teilweise nur 2500 € je Pfund.] Sein Geschmack soll wirklich sehr ausgezeichnet sein, denn das Besondere liegt daran, dass die Teepflanzen mit dem Kot von Pandabären gedüngt werden. Die fressen ja von früh bis spät Bambus, wobei etwa 70% der Inhaltsstoffe nach dem Ausscheiden noch erhalten blieben. So ist das ein hervorragender Dünger. Bedenkt man, wie wenige Pandas es noch gibt, ist der Dünger echte eine Rarität.
Tee in verschienden Sprachen
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