TEE VERARBEITUNG
Ein kleiner Überblick, wie es nach dem Pflücken der Teeblätter weiter geht. Schwarztee, Oolong und Grüntee stammen von der gleichen Pflanze. Sie unterscheiden sich dadurch, dass sie nicht [wird bei Grüntee durch Hitzebehandlung bzw. Wasserdampf erreicht], teilweise [Oolong-Tee] oder komplett fermentieren ...
1. PflückenAlle 6-8 Tage werden aufwändig per Hand die beiden oberen Blättchen und die Knospe [two leaves and the bud] gepflückt. Jährlich gibt es 15 [Höhenlagen] bis 30 [im Tal] Pflückungen; die 3 wichtigsten sind first flush im Frühjahr, second flush als 2. Pflückung sowie die Herbsternte [autumnal]. Eine Pflückerin schafft mindestens 15 kg Blätter am Tag.
2. WelkenDann muss die Ernte für 12 bis 18 Stunden auf Gittern zum Welken ausgebreitet werden. Dazu wird teilweise durch Ventilatoren erwärmte Luft durch die Welktröge geblasen. Diese Tröge sind 30 Meter lang. So werden die Blätter geschmeidig.
3. RollenDurch das maschinelle Rollen [30 min] der angewelkten Blätter tritt infolge des Aufreißens der Zellwände der Zellsaft aus dem Zellinnern aus. Enzyme werden frei und Sauerstoff kann hinzu treten. Damit beginnt die Fermentation.
4. FermentierenBeim Fermentieren setzt die natürliche Oxidation durch Luftsauerstoff ein. Dadurch erhält der Tee eine kupferrote Farbe; es entwickelt sich sein typisches Aroma und man erhält Schwarztee. Das dauert 2-3 Stunden bei 95% Luftfeuchtigkeit [Wasser wird in die Luft gesprüht]. Der Tee wird dazu 10 cm hoch aufgeschichtet. Frei gewordene Enzyme aus den Blättern oxidieren das Material. [Fermentation tritt z.B. auch auf, wenn ein halbierter Apfel an der Schnittfläche braun wird. Oxidation ist eine chemische Reaktion mit Sauerstoff.] Bei Grüntee wird die Fermentation durch heißen Wasserdampf unterbunden.
5. TrocknenSobald Farbe, Duft und Aroma des Tees stimmen, trocknet man ihn mit Heißluft [anfänglich bei 90°C, dann abfallend bis 40°C] in Trommeln. Der Feuchtigkeitsgehalt beträgt danach nur noch 6%. Die Wärme bewirkt, dass die Blattenzyme zerstört werden und dadurch die Fermentation beendet ist. Die Blätter trocknen etwa 20 min.
6. SortierenDurch Aussieben [mechanische Rüttelsiebe, die häufig maschinell betrieben sind] werden die verschiedenen Blattqualitäten getrennt. Die Maschengröße wird nach jedem Durchgang kleiner. So bleiben im 1. Sieb die groben Blatt-Tees, im 2. die groben Broken-Tees usw. Man trennt ca. 5-10 Sortierungen [Blattgrade].
7. VerpackenDann wird der Tee manchmal noch gemischt ["blends"], die Qualität geprüft, verkostet sowie letztendlich in Kisten verpackt und meist so exportiert.
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