ORANGEN HANDEL
Etwa 80% des weltweit benutzten Orangensaftkonzentrats stammt aus dem brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo. Dort wachsen 200 Millionen Orangenbäume. Früher wurde dort eher Kaffee angebaut, doch Fröste und Kaffeerost [eine Pflanzenkrankheit] vernichteten viele Kaffeeplantagen. Das große Geschäft machen 4 große Konzerne, die damit unvorstellbare Profite machen. Sie kontrollieren 75% des Weltmarkt und diktieren die Preise. Kleine Orangenbauern können da kaum mithalten, verlieren oft ihre Plantagen und müssen als Tagelöhner auf den Plantagen der mächtigen Großgrundbesitzer schuften, damit ihre Familien überleben.
Der Handel macht den UnterschiedIm herkömmlichen [konventionelle] Orangenhandel geht es oft wahrlich nicht sehr gerecht zu. Die Bauern leben unter schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen. Besonders die Lage der landlosen Erntehelfer ist katastrophal. Sie verdienen wenig und ihre Familien haben kein gutes Auskommen. Kinderarbeit ist an der Tagesordnung, die ohne Schulbildung auch kaum eine Lebensperspektive haben. Sie schuften bis zu 16 Stunden am Tag. Ganz zu schweigen von den riesigen Chemikalienmengen, die auf die Plantagen gesprüht werden, die auch die Gesundheit der Arbeiter ruiniert. Die Alternative ist der faire Handel mit Orangen. Hier geht es um die Wahrung der Menschrechte und nicht um den maximalen Gewinn.
Fairer OrangenhandelFairtrade bringt für die Orangenbauern und ihre Familien erhebliche Vorteile. Einige haben wir hier aufgelistet ...
  • gute Arbeits- und Lebensbedingungen und soziale Absicherung
  • gerechte Löhne für die Bauern, von denen man auch leben kann
  • garantierte stabile Mindestabnahmepreise, die über den Weltmarktpreis liegen
  • Handel nur mit Kooperativen [Genossenschaften, zu denen sich Kleinbauern zusammengeschlossen haben]
  • Direktkontakt von Fairhandelsorganisationen zu den Produzenten [die Erzeuger sind also namentlich bekannt]
  • keine Kinderarbeit unter 14 Jahren; dadurch können Kinder die Schule besuchen und haben so gute Zukunftschancen
  • Förderung von sozialen u.a. Entwicklungsprojekten [z.B. Kauf von Maschinen oder Fahrzeugen, Ermöglichung von Kleinstkrediten für die Bauern, Bau von Krankenstationen, Wasserleitungen oder Schulen etc.]
  • Förderung des Bio-Anbaus, dadurch schadstofffreie und ungewachste Früchte
  • Einhaltung international gültiger Arbeitsschutzrichtlinien
  • Frauen erhalten gleichen Lohn für gleiche Arbeit
  • etc. [mehr zu den Prinzipien des fairen Handels hier]
Hilf mit2009 wurden in Deutschland ca. 6 Millionen Liter Fairtrade-Fruchtsäfte getrunken, Tendenz steigend. Unterstütze durch den Kauf von fair gehandelten Orangen-Produkten im Weltladen die Lebenssituation von Millionen Bauern und ihren Familien weltweit.
Achte auf die Logos der Fairhandelsorganisationen [hier eine Auswahl] und auf das Fairtrade-Symbol. Klicke die Logos an, um auf die entsprechenden Webseiten zu gelangen.

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