MANGOS BAUM
Mangos haben etwa ebenso viel Vitamin C wie Orangen und können bis zu 2 kg schwer werden. Der Mangobaum gilt besonders in Indien in religiöser Tradition als heilig, sowohl bei Hindus als auch bei Buddhisten. So soll Buddha selbst in einem Mango-Hain Rast gemacht und den Mangobaum wegen seiner Langlebigkeit [bis zu 100 Jahre alt], Stärke und Kraft gepriesen haben. Mango-Blüten nimmt man oft bei Prozessionen. Die Mango ist zudem ein Liebes-Symbol und viele Inder glauben, dass der Mangobaum magische Kräfte besitze, um Wünsche zu erfüllen.
Mangobäume wurden in Indien bereits vor 6000 Jahren kultiviert [vermutlich die Urheimat der Pflanzen] und erstmals vor 2000 Jahren in heiligen indischen Schriften erwähnt. Von Indien aus wurden Mangos von Seeleuten, Missionaren oder Händlern in alle tropische Gebiete Asiens und Afrikas verbreitet [z.B. im 10. Jh. nach Ostafrika, um 1400 auf die Philippinen] und später ab dem 16. Jh. auch auf den amerikanischen Kontinent gebracht. Erst im 19. Jahrhundert begann man in den USA und Mexiko, Mangobäume zu züchten und die Pflanze gelangte außerdem nach Australien.
BotanischesDie Pflanze gehört zur Gattung Mango in der Familie der Sumachgewächse; die am häufigsten genutzte Art ist Mangifera indica. Es gibt inzwischen ca. 1000 Sorten.
Hauptartensind der indische Mangobaum [große Früchte, rot-gelb, empfindlich bei zu viel Wasser] und der philippinische Mangobaum [auch reif grüne bis gelbliche Früchte; mag mehr Wasser und braucht sehr viel Licht]; indische und philippinische Mango sind heute aber nicht mehr auf das Ursprungsgebiet beschränkt.
Pflanze Der Mangobaum ist immergrün, ähnelt etwas einer Kastanie], wird 20 bis 45 m hoch und 10 m breit und besitzt kleine weiße bis rosa Blüten mit einem lilienähnlichen Duft.
Frucht Mangofrüchte sind nieren- oder eiförmig, die Schale je nach Sorte grün/gelb/orange bis rot. Im Innern findet man ein zartes, orangefarbenes sowie sehr süßes Fruchtfleisch und einen großen flachen Stein [schwer ablösbar]. Faserarme Sorten werden bei uns bevorzugt. Von der Blüte bis zur Frucht dauert es ca. 140 Tage.
KlimaDer Mangobaum braucht viel Licht und nicht zu viel Wasser. Klimaschwankungen verträgt er einigermaßen. Am besten gedeiht er in tropischen Regionen.
SortenMangos variieren in Farbe, Geschmack und Gewicht beträchtlich; z.B. die gelbe philippinische Carabao-Mango hat ein besonders gutes Aroma [siehe Produkte von Weltpartner DWP], aus Thailand und Pakistan kommt die gelbe Nam Dok Mai Mango; rund und grün-gelb-rot ist die Kent-Mango und etwas rötlicher und länglicher die Keitt-Mango. Andere Sorten sind die runde, extrem süße Osteen in Indien, Ngowe in Kenia und Eden aus Israel oder Tommy Atkins aus Florida.
Aroma reifReif sind Mangos sehr süß, z.T. terpentinartig herbsüß. Bei noch nicht ganz so reifen Früchten geht der Terpentingeschmack etwas weg, wenn man die Mango vor dem Verzehr eine halbe Stunde in den Kühlschrank legt. Lecker und süß sind auch getrocknete Mangos.
Aroma unreifIn Südostasien [inzwischen auch anderswo] verarbeitet man Mangos oft auch grün und somit herb-säuerlich beispielsweise zu Salaten, Gemüse oder Pickles. Einige Mangosorten eignen sich für diese Verwendung bevorzugt. Auch getrocknet sind sie eine erfrischende Abwechslung mit exotischen Geschmack.
NutzungGenutzt werden sowohl das Fruchtfleisch, als auch der Kern. Aus den getrockneten Samen gewinnt man Mangokernöl z.B. für Kosmetika, Schokolade, Margarine [da ähnlich wie Kakaobutter].
Der eigene MangobaumÜbrigens kann man sich aus dem Kern ganz einfach einen kleinen Baum fürs Wohnzimmer heranziehen [einfach in die Erde bringen und feucht halten]. Noch besser klappt es, wenn man den Kern abwäscht, abtrocknet und dann vorsichtig mit einem spitzen Gegenstand öffnet, aber ohne den Samen zu beschädigen und geöffnet in die Erde steckt.