FAIRER HANDEL
In 74 Ländern werden fair gehandelte Produkte durch 1,5 Millionen Produzenten hergestellt. Für über 7,5 Millionen Menschen in Entwicklungsländern hat sich das Leben durch den fairen Handel wesentlich verbessert. Fairtrade-Erzeugnisse haben eine sehr gute Qualität und sind keine Massenware. Davon profitieren die Käufer in 60 Ländern. 2014 gab es in Deutschland über 12.000 verschiedene Fairtrade-Produkte zu kaufen.
Prinzipien des fairen HandelsDer faire Handel unterscheidet sich vom herkömmlichen [konventionellen] Handel besonders dadurch ...
  • Erzeugerpreise für fair gehandelte Produkte sind deutlich höher als der Weltmarktpreis; damit kann ein gerechterer Lohn für die Arbeit gezahlt werden; d.h. auch Armutsbekämpfung
  • Direktkontakt zum Produzenten - Bekanntheit der ProduzentInnen [der Kontakt besteht über Fairhandelsorganisationen]
  • Produkte werden direkt bei den Erzeugern gekauft, dadurch entfallen korrupte und profitgierige Zwischenhändler oder Abhängigkeiten von Börsen- bzw. Weltmarktentwicklungen, da es keinen Börsenhandel für Fairtrade-Produkte gibt
  • offene Kalkulationen [Transparenz] der Verbraucherpreise [jeder darf wissen, wer welchen Anteil am Produktpreis abbekommt]
  • die Preise für fair gehandelte Waren sind so kalkuliert, dass die Produzenten ihre Lebenshaltungskosten gut decken und darüber hinaus Sozial- sowie Entwicklungsprojekte [LKW, Maschinen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Rentenfonds, Kleinstkredite für Bauern u.a.] in ihren Kooperativen gefördert werden
  • garantierte stabile Mindestabnahmepreise, die über den Weltmarktpreis liegen
  • Mindestlebensstandards für Mitglieder und Arbeiter in den Kooperativen [Genossenschaften] und damit die soziale Absicherung sind garantiert
  • langfristigeAbnahmeverträge [und so gesichertes Einkommen] und auf Wunsch Vorfinanzierung [für Saatgut, Maschinen etc.], garantierte Produktabnahme
  • Unterstützung von Initiativen, die sich für faire sowie menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen [geregelte Arbeitszeit, hygienische Bedingungen, sauberes Trinkwasser, gesunde Ernährung etc.]
  • Bioaufschläge für ökologisch angebaute bzw. hergestellte Produkte; Förderung des nachhaltigen und umweltverträglichen Anbaus
  • Verbot von Kinderarbeit unter 14 Jahren
  • Unterstützung von Projekten gegen die Unterdrückung von Frauen und Kindern, gegen [z.B. sexuellen] Kindesmissbrauch, gegen Ausbeutung allgemein; Förderung von sozialen Hilfsaktionen [z.B. Straßenkinderprojekte, Frauenförderung] durch Verkauf bestimmter fair gehandelter Erzeugnisse [z.B. Mangos von den Philippinen] oder Spenden
  • Weiterverarbeitung der Produkte [nach Möglichkeit] im Erzeugerland zur Einkommenssteigerung und Arbeitsplatzschaffung
  • hohe Qualität der Produkte [keine Massenware]
  • Frauen erhalten gleichen Lohn für gleiche Arbeit
  • Recht auf gewerkschaftliche Vertretung
  • etc.
Homepage öffnen WFTO-LabelImmer öfter siehst Du auf den fair gehandelten Produkten in Weltläden das Logo der World Fairtrade Organization [WFTO]. Damit gehst Du aboslut auf Nummer sicher, dass es wirklich fair gehandelte Waren sind. Deutsche Fairhandelsorgansationen wie El Puente, GEPA und Weltpartner sind Mitglied der WFTO. Mehr zu den Organisationen auch hier.
Homepage öffnen Fairplus-LogoAuch das ist ein Fairtrade-Siegel. Dieses benutzt speziell die Fairhandelsorganisation GEPA auf vielen Produkten. [Auf einigen findest Du aber auch das Fairtrade-Siegel.] Auch daran erkennst Du fairen Handel. Klicke auf das Logo [links], um zur Extra-Homepage der GEPA fair-plus.de zu gelangen. Oder lies auf der Homepage der GEPA gepa.de direkt nach.
Homepage öffnen Fairtrade-SiegelDas Fairtrade-Symbol steht nicht für irgendeine Firma. Es ist vielmehr ein Qualitätssiegel. Dieses Siegel steht für fairen Handel. Es hilft Dir, fair gehandelte Erzeugnisse schnell zu erkennen. Uns kommt es darauf an, dass wir hochwertige Produkte kaufen können, bei denen ihre Produzenten einen gerechten Lohn erhalten und zugleich soziale Entwicklungsprojekte nachhaltig gefördert werden. Diese Produkte findest Du derzeit deutschlandweit in ca. 36.000 Supermärkten, Gaststätten und Bioläden einschließlich den über 800 Weltläden. Achte beim Einkauf auf dieses Siegel. Klicke auf das Logo [links], um zur Homepage des TransFair e.V. fairtrade-deutschland.de zu gelangen.
Faire Handelsbeziehungen gibt es nicht mit Einzelpersonen, sondern nur zu Genossenschaften [Kooperativen].