KAFFEE VERARBEITUNG
Kaffeeverarbeitung
Nach dem mühevollen Pflücken der Kaffeefrüchte muss das Fruchtfleisch abgequetscht werden. Das passiert mit Hilfe eines Gerätes, dem Pulper. Nun trocknen die Rohkaffeebohnen; das kann die Sonne oder eine Maschine übernehmen. Dadurch verschwinden auch Fruchtfleischreste, was man aber auch vor dem Trocknen durch Gärung beschleunigen kann. Den Rohkaffee exportiert man in Säcken á 60 kg. Per Schiff gelangt er z.B. in den Hamburger Hafen [ca. 9 Mio. Sack jährlich]. So eine Schiffsreise aus Lateinamerika dauert 3-6 Wochen.
KaffeearomaKaffee erhält erst durch das Rösten seinen typischen Geschmack. Das geschieht im Verbraucherland. Dabei bräunen Zucker sowie Eiweiße der Bohnen und der Gehalt an Wasser bzw. Gerbstoffen sinkt erheblich. Je nach Röstung entsteht z.B. ein naturmilder Kaffee oder ein kräftiger Espresso. Nun wird der Kaffee manchmal noch gemischt und gemahlen, danach verpackt.
RöstvorgangDas Rösten wird in sich drehenden Trommeln mit heißer Luft bei 200-300°C vorgenommen und dauert bis zu 20 Minuten. Dabei verlieren die Kaffeebohnen etwa 1/5 ihres Gewichts [z.B. treten Wasser und Kaffeeöle aus]; dafür wird das Volumen vergrößert.
Fair gehandelter KaffeeJe schonender die Röstung, umso besser fürs Aroma. Daher wird fair gehandelter Kaffee einer Langzeitröstung [ca. 16 min] unterzogen. Billiger Kaffee aus dem Supermarkt hingegen wird oft turbo-geröstet, was nur wenige Minuten dauert.
Viele Kaffees sind oft Mischungen aus mindestens 7 Sorten, damit er uns gut schmeckt. Es gibt aber auch Länderkaffees, wo wenige oder gar nur eine Kaffeesorte drin sind. Die sind dann oft teurer und haben ein spezielles Aroma.
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