KAKAO ANBAU UND WEITERVERARBEITUNG
5 Millionen Kleinbauern in Teilen Süd- und Mittelamerikas, Afrikas sowie Südostasiens bauen Kakao an.
AnbaugebieteKakao baut man in Regionen rund um den Äquator [gleichmäßig feucht und tropisch warm] an. Die optimale Temperaturspanne liegt zwischen 21° und 35°C. Die Pflanze liebt hohe Luftfeuchtigkeit, viel Regen, zudem humusreichen Boden, gedeiht am besten unter Schattenbäumen und günstiger Weise in Mischkultur mit z.B. Bananen, Mais, Yams. Monokulturen wären sehr krankheitsanfällig.
ErnteGeerntet wird meist zwischen Februar und Mai mit sehr scharfem Messer bzw. einer Machete. Dann schlägt man mit geschicktem Macheten-Schlag die Frucht auf, um an die Samen zu gelangen.
WeiterverarbeitungNoch schmecken die Samen nicht nach Kakao. Sie müssen erst fermentieren. Bevor der Kakao die Reise in die Schokoladenfabrik antreten kann, muss Folgendes passieren ...
  1. ErnteFrüchte vom Baum abschneiden [Machete]
  2. Früchte öffnenFrüchte werden gesammelt und vorsichtig geöffnet, um die weißen Samenkerne nicht zu beschädigen [einhüllendes Fruchtfleisch bleibt dran]
  3. Fermentieren der SamenGärung mit Hilfe von Luftsauerstoff [ca. 5-6 Tage lang]: Anhäufung der Samen und Abdecken mit Bananenblättern; dabei erwärmen sich die Samen in der Sonne auf 50°C, werden braun und bekommen das typische Kakaoaroma [und das Fruchtfleisch löst sich ab]; oft in Holzkisten, wobei täglich in eine niedrigere Kiste umgefüllt wird
  4. TrocknenSamen trocknen bis zu 15 Tage in der Sonne
  5. WeiterverarbeitungKakaobohnen werden gewaschen, wieder getrocknet [Sonne oder Maschine, 7-14 Tage, bis der Wassergehalt unter 8% beträgt], anschließend sortiert, verpackt und so exportiert
Wie es später in der Schokoladenfabrik weiter geht, liest Du hier nach.