BANANEN PFLANZE
Die Bananenpflanze stammt ursprünglich aus Südostasien. Heute baut man Bananen oft auf großen Plantagen in Süd- und Mittelamerika, Afrika, Asien und auch auf den Kanarischen Inseln an. Die Banane ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und ein allseits beliebter Energiespender. Von arabischen Händlern wurde sie als "Finger" [arabisch: banan] bezeichnet oder bereits 327 v. Chr. von Alexander dem Großen in Indien verspeist. Nach Europa kam sie [vermutlich] allerdings erst 1885, obwohl sie bereits Jahrhunderte vorher auch hier bekannt war.
GeschichtlichesEtwa dort wo heute Malaysia, Thailand und Indonesien sind, liegt wohl vor tausenden Jahren die Wiege der Banane. Später baute man sie auch in Indien an. Aus der südostasiatischen Inselwelt gelangte die Banane nach Madagaskar und Afrika. Die Spanier pflanzten sie auch auf den kanarischen Inseln an und brachten Sie um 1500 nach Amerika. Der Welthandel mit Bananen begann um 1900, als die amerikanische Firma United Fruit Company gegründet wurde.
BotanikDie Bananen, die wir essen, sind eine Pflanzengattung Musa mit bis zu 100 Arten innerhalb der Familie der Bananengewächse [Musaceae], die zur Ordnung Ingwerartige [Zingiberales] gehört. Nur einige Arten bilden essbare Früchte; botanisch ist sie eine Beere.
Hauptgruppensind insbesondere Kochbananen [Mehl-], Obstbananen [Dessertbananen], rote Bananen, Faserbananen [ungenießbar], Apfel- sowie Babybananen, dazu Zierbananen; insgesamt finden ca. 400 Sorten von mehreren Arten weltweit Verwendung.
Bekannte SortenJe nach Land findet man z.B. in Geschäften oder auf Märkten die Gros Michel, Cavendish, Apfelbanane, Chinesische Banane, Robusta, Rote Banane, Kochbanane, Babybanane etc. im Angebot.
PflanzeDie Bananenpflanze ist eine tropische Staude mit breiten Blättern und einem hohlen Scheinstamm [bis zu 12 m hoch]; man findet Blütenstände mit weiblichen Blüten an der Basis und männlichen am Ende [es gibt auch Arten mit zwittrigen Blüten]. Die jeweils unteren Blätter vertrocknen oft schnell und sterben ab. Die Bananenstaude trägt nur ein einziges Mal Früchte, dann stirbt sie ab. Allerdings bilden sich oft viele Schösslinge [ungeschlechtliche Fortpflanzung], die man dann zu großen Stauden heranwachsen lässt.
FruchtDie Früchte wachsen in großen Trauben; der Fruchtstand hat etwa 80 bis 200 Bananen und wird bis zu 40 kg schwer. Jeder Fruchtstand besitzt ca. 10 Reihen [man nennt sie "Hände"] mit je ca. 20 Bananen ["Finger"]. Obstbananen erreichen eine Länge von ca. 15-20 cm. Es gibt auch kleinere und größere Sorten. Bananen reifen nach der Ernte nach. Daher erntet man sie noch unreif, wodurch sie sich auch besser transportieren lassen, ohne Schlagstellen zu bekommen.
Warum ist die Banane krumm?Bananen sind krumm, weil die kleinen Bananen in der Staude zuerst nach unten wachsen. Nach Abwurf der Blütenblätter drehen sich die Bananen und wachsen nach oben, scheinbar der Sonne entgegen. [Genauer Hintergrund hierbei ist der Einfluss eines Wachstumshormons.]
Wirtschaftliche BedeutungNeben Dessert- oder Kochbananen gibt es spezielle Sorten auch zur Fasergewinnung. Bananenblätter dienen auch als tropisches "Einweg-Geschirr" oder bei der Zubereitung von Speisen als Einwickelmaterial. Zudem kann man Bananen-Papier herstellen.